Christiane Vulpius & Johann Wolfgang von Goethe
Das ewig Weibliche zieht uns hinan
Szenische Literatur- und Musikcollage
Eine Beziehung jenseits literarischer Legendenbildung: Christiane Vulpius und Johann Wolfgang von Goethe. Zwischen Nähe und Öffentlichkeit, Begehren und bürgerlicher Ordnung entfaltet sich eine Verbindung, die bis heute irritiert, provoziert und berührt.
Diese Literaturcollage nähert sich der Beziehung nicht über Klatsch oder Mythos, sondern über Sprache: Briefe, Gedichte und ausgewählte Textauszüge lassen eine Liebes- und Lebensgemeinschaft sichtbar werden, die Goethes Schreiben nachhaltig geprägt hat – sinnlich, körperlich, widersprüchlich.
Literatur und Musik treten in einen dialogischen Raum, in dem Intimität und Zeitgeschichte einander durchdringen. Christiane Vulpius erscheint nicht als Randfigur der Klassik, sondern als präsente, wirksame Stimme innerhalb eines künstlerischen Kosmos.
„Oftmals habe ich auch schon in ihren Armen gedichtet und des Hexameters Maß
leise mit fingernder Hand ihr auf den Rücken gezählt.“
(Johann Wolfgang von Goethe)
Ein Abend über Liebe, Sprache und Autorschaft – und über das, was zwischen Werk und Leben entsteht.
Mit Karin Punitzer & Johannes K. Prill (Schauspiel)
und Andreas Orwat (Klavier)
Foto 1 Fotografin: Sandra Irmler