Wiener Melange

Szenische Literatur- und Musikcollage

Die Lichter sind weicher, die Formen runder.
Zwischen Humor, Sinnlichkeit und Melancholie wiegt sich diese Stadt im Dreivierteltakt – bissig, gehässig, hochkultiviert, ästhetisch. Wie geht das alles zugleich?
In Wien ist es möglich.

Wiener Melange ist eine Recherchearbeit von theakult.
Texte und musikalisches Material wurden über längere Zeit zusammengetragen – unter anderem in Archiven der Österreichischen Nationalbibliothek. Neben bekannten Stimmen der Wiener Literatur stehen Texte und Lieder, die heute kaum mehr gehört werden und außerhalb Österreichs schwer zugänglich sind. Literarische Arbeiten von Arthur Schnitzler (u. a. aus dem Reigen), Karl Kraus, Anton Kuh sowie weiteren Wiener Stimmen treffen auf klassische Wiener Musik: auf vertraute Stücke wie Wiener Blut oder den Donauwalzer ebenso wie auf selten gespielte Altwiener Lieder – etwa das Fiakerlied oder Fundstücke aus dem Liebhartstal. Zwischen Anekdote, Essay und Lyrik entfaltet sich eine literarisch-musikalische Bewegung, in der Musik und Sprache nicht illustrieren, sondern einander kommentieren, widersprechen, zuspitzen. So entsteht ein Abend, der Wien nicht verklärt, sondern ernst nimmt: als Gesellschaftsspiegel, als Ort feiner Ironie und leiser Abgründe. Ein Blick auf Rituale, die zu ästhetischer Hochkultur geformt wurden – und zugleich den Staub ihrer eigenen Geschichte tragen.

Alles Walzer.

Mit Karin Punitzer (Schauspiel, Text, Recherche)
und Andreas Orwat (Klavier) 

Inhalte von Youtube werden aufgrund deiner aktuellen Cookie-Einstellungen nicht angezeigt. Klicke auf “Zustimmen & anzeigen”, um zuzustimmen, dass die erforderlichen Daten an Youtube weitergeleitet werden, und den Inhalt anzusehen. Mehr dazu erfährst du in unserer Datenschutz. Du kannst deine Zustimmung jederzeit widerrufen. Gehe dazu einfach in deine eigenen Cookie-Einstellungen.

Zustimmen & anzeigen