Zimmer 213
Literarisch-musikalischer Abend
Ein verschwundenes Hotelzimmer. Ein geheimnisvoller Schaukelstuhl. Ein Frühstücksritual, das mehr über unser Leben verrät, als wir glauben.
Zimmer 213
Literarisch-musikalische Lesung mit Literatur und Musik
Zimmer 213 beginnt mit einer Reise, die scheinbar harmlos ist: Flughafen, Hotel, Frühstücksraum, Pool, Meer. Ein Urlaubsort, an dem alles auf Erholung eingestellt scheint – bis kleine Störungen die vertraute Ordnung ins Wanken bringen.
Ein Hotelzimmer taucht auf und verschwindet wieder. Beobachtungen von Menschen, alltägliche Rituale und surreale Verschiebungen der Wirklichkeit verdichten sich zu einem Abend, der nah am Alltag beginnt und ins Rätselhafte kippt.
Im Zentrum steht eine Frau, die an einen Ort zurückkehrt, der sie nicht mehr loslässt. Aus einer merkwürdigen Beobachtung wird eine Irritation, aus einem verschwundenen Zimmer ein Bruch in der gewohnten Ordnung. Die Figur gerät aus dem Takt – und merkt, dass dieser Takt vielleicht nie ihr eigener war.
Mit Text und Sprache von Karin Punitzer, und Live-Musik am Klavier, gespielt von Andreas Orwat, entsteht ein Abend zwischen leiser Ironie, philosophischer Tiefe und sinnlicher Atmosphäre.
Zimmer 213 erzählt von Funktionieren, Anpassung und innerem Druck – aber auch von dem Moment, in dem das scheinbar Selbstverständliche Risse bekommt und die Frage nach Freiheit neu gestellt wird.
Zwischen Flughafen, Frühstücksraum, Meer und Sternenhimmel öffnet sich ein Blick auf das, was wir übernehmen, ohne es zu merken – und auf die Möglichkeit, genauer hinzusehen.
Mit:
Karin Punitzer – Text und Stimme
Andreas Orwat – Klavier, Jazz, Klassik & Improvisation
Eine Produktion von theakult.
Textauszug Zimmer 213
"Wir schlenderten den fahlen Gang entlang, und teilnahmslos zählte ich die Zimmernummern: 210, 211, 212, 214.
214? Warum 214? Wo war das Zimmer 213 geblieben?
Sicher hatte ich mich getäuscht – Müdigkeit, Hitze, ein Hotel wie aus der Zeit gefallen.
Ich beschloss, diese Kleinigkeit zu verdrängen. Manche Rätsel lösen sich besser, wenn man sie in Vergessenheit entlässt."